Geschichte
Die ersten Nachrichten über die Schifffahrt auf der Donau, stammen aus dem 7. Jahrhundert vor Christus. Vor allem für die Griechen war der Donauverkehr im 5. Jahrhundert von großer Bedeutung. Nachdem auch die Römer die Bedeutung der Schifffahrt erkannten, beherrschten sie bis 70 nach Christus das gesamte Donautal. Die Schifffahrt der Römer diente vor allem militärischen Zwecken.
Später entwickelte sich ein vielfältiger Handel im Donautal, der sich bis zum Schwarzen Meer, dann bis in den Mittelmeerraum erstreckte. Hauptsächlich wurden Nahrungsmittel wie Getreide, Gemüse usw., aber auch Bausteine, Erze und Luxusgüter jeglicher Art sowohl stromabwärts als auch stromaufwärts verfrachtet.
Um 400 n. Ch. zogen sich die römischen Truppen aus den Donauprovinzen zurück. Die Zeit nachher brachte einen Rückschlag im Donauverkehr, eine Schifffahrt bestand aber nach wie vor.
Später wurde die Donaustraße auch für den Personenverkehr sehr bedeutend. In den ältesten Zeiten gab es jedoch keine regelmäßigen Wasserfahrten. Erst seit 1696 ging wöchentlich ein so genanntes Ordinarischiff von Ulm nach Wien. Diese Fahrten waren aber sehr ungemütlich und die Passagiere mussten mit mehreren Tagen Verspätung rechnen, darum mieteten sich die wohlhabenden Leute ein eigenes Schiff, um schneller und sicherer an ihr Ziel zu gelangen.
Als in der Mitte des 19. Jh. die Dampfschifffahrt aufkam, musste die Holzschifffahrt dem neuen Verkehrsmittel immer mehr weichen, bis sie schließlich um 1900 völlig verschwindet. Eine Renaissance erlebte die Ruderschifffahrt und Flößerei durch den Holzhandel mit Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg. Zu dieser Zeit sah man wieder Holzschiffe und Flöße auf der Donau. Heute ist jedoch von dieser Schifffahrt nichts mehr zu sehen. Eine Epoche mit ihren Schiffzügen, Schiffmeistern, Nauführern und dem ganzen Volk der Schiffleute ist somit zu Ende gegangen.
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